Heißluftballon im blauen Himmel, Pia Forkheim Coaching im Rheingau.

Freiheit – mitten im Alltag

Heißluftballon im blauen Himmel, Pia Forkheim Coaching im Rheingau.

In dem kleinen Ort, in dem ich lebe, gibt es einen ebenso kleinen Dorfpool. Er ist ungeheizt – und wirklich ein Vergnügen erst dann, wenn die Temperaturen langsam die 25-Grad-Marke erreichen. Für mich ist dieser Pool in den Sommermonaten zu einem ganz besonderen Ort geworden. Jedes Jahr kaufe ich mir eine Saisonkarte und versuche, mir dort täglich eine kleine Auszeit zu schenken.

Freiheit.

In dieser Woche traf ich dort Suse. Sie strahlte über das ganze Gesicht und erzählte mir: „Ich nehme jetzt jeden Mittag meine bewegte Pause. Ich wohne schon seit drei Jahren hier und komme erst jetzt auf die Idee, in meiner Mittagspause schwimmen zu gehen.“ Ich musste lächeln. Manchmal liegt das Gute so nah – und wir entdecken es erst, wenn wir bereit dafür sind.

Dieser kleine Pool ist für mich weit mehr als ein Schwimmbad. Er ist ein Ort voller Begegnungen und kleiner Wunder. Ich liebe es, den Schwalben zuzusehen, wie sie im Tiefflug über das Wasser gleiten, um mit beeindruckender Präzision einen Schnabel voll Wasser zu erwischen. Sie fliegen zwischen den Köpfen der Badegäste hindurch, als hätten sie ihre Flugbahn millimetergenau berechnet.

Dann wieder höre ich das fröhliche Platschen der Kinder, sehe sie die Rutsche hinuntersausen, Menschen lachen, sich in der Sonne aalen und am Beckenrand miteinander ins Gespräch kommen.

blaues Schwimmbad Wasser, Pia Forkheim Coaching

…feel free 🙂

Freiheit.

Vor ein paar Tagen stand ein kleiner Junge mit ausgebreiteten Armen im Wasser und rief laut: „Endlich wieder frei sein!“ Ich musste schmunzeln. Wie unterschiedlich wir Menschen Freiheit doch erleben.

Während ich auf dem Rücken durchs Wasser gleite, wandert mein Blick in den Himmel. Hoch über mir zieht ein Bussard ruhig seine Kreise durch das Blau. Sofort denke ich: Freiheit.

Genau dieses Bild begegnet auch den Teilnehmenden meiner Bildungsurlaube im Kloster. Dort arbeiten wir mit dem Zürcher Ressourcen Modell® (ZRM®), das von der Psychologin und Jung’schen Psychoanalytikerin Maya Storch gemeinsam mit Frank Krause entwickelt wurde. Es verbindet Erkenntnisse aus Psychologie, Embodiment und Neurowissenschaften und hilft dabei, die eigene innere Haltung zu stärken. Als ich selbst zum ersten Mal mit dieser Methode gearbeitet habe, wählte ich genau ein solches Bild: einen Bussard, der frei seine Kreise am Himmel zieht. Es berührt mich bis heute.

An einem anderen Tag beobachtete ich eine muslimische Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Kind im Ganzkörperbadeanzug schwimmen ging. Ich fragte mich: Was bedeutet Freiheit für sie? Vielleicht etwas ganz anderes als für mich. Und genau darin liegt ihre Schönheit: Freiheit hat viele Gesichter.

Vielleicht lohnt es sich, sich selbst einmal diese Frage zu stellen:
Wann fühle ich mich wirklich frei?

Vielleicht ist es gar nicht der große Urlaub oder der perfekte Moment. Vielleicht beginnt Freiheit in einer kleinen Auszeit, einem Blick zum Himmel, einem Gespräch am Beckenrand oder ein paar ruhigen Bahnen im Wasser.

Ich wünsche dir, dass du in den kommenden Sommertagen deine ganz persönlichen Momente der Freiheit entdecken – und sie mit allen Sinnen genießen kannst.

In diesem Sinne: Gönne dir eine kleine Insel der Freiheit. Oft liegen sie näher, als wir denken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert