Inspirierende Zeilen für einen guten Start in den Tag!

Das Thema Achtsamkeit ist zu meinem Leitmotiv geworden. Es gibt so viel dazu zu erfahren und zu lernen, dass ich mir einen Urlaub wünsche, in dem  ich all die Bücher und Zeitschriften, die sich bei mir stapeln, in aller Ruhe lesen und in mich aufsaugen kann – ich wüsste auch schon wo ☺

Foto: Pia Forkheim

In einer Welt wie der unseren, die uns permanent herausfordert auf neues Wissen und Handlungsweisen einzusteigen, haben wir manchmal das Gefühl, das Leben überholt uns ständig und wir hecheln hinterher. Zusammenhänge und Denkweisen zu erkennen, ist ebenso eine Herausforderung, wenn man nicht gerade Hirnforscher, Quantenphysiker, Molekularbiologe, Theologe, Philosoph oder, oder, oder ist. Wir müssen uns selbst auf den Weg machen, diese verstehen zu wollen.

Gerade in den letzten Tagen, habe ich mich wieder sehr intensiv mit der Achtsamkeit für meinen Vortrag „Achtsamkeit – ein wichtiger Baustein für eine gesunde Unternehmenskultur“ auseinandergesetzt. Außerdem hat mich eine Tageszeitung gebeten, für die Novemberausgabe einen Artikel zum Thema Achtsamkeit zu schreiben. Wie sich das alles entwickelt hat, erfahren Sie in Kürze von mir.

Meine Spiritualität zeigt sich gerade darin, ob ich im Alltag zuverlässig, sorgfältig und achtsam mit den Dingen, mit meiner Arbeit, mit meinem Besitz umgehe.
(Pater Anselm Grün, S. 67, Versäume nicht dein Leben.)

Es stellt sich mir die Frage, wie kann man sich mit einem schönen Text in die Achtsamkeit retten? Gerade jetzt, wo es früher dunkel wird, können einige Minuten der Stille viel Heilung für unsere Seele bewirken. Sie erinnern sich: Körper, Geist und Seele, bilden eine Einheit! Nur wenn alle drei in Balance sind, fühlen wir uns richtig wohl.

Ich habe z.B. die Angewohnheit, morgens gerne einen inspirierenden Text zu lesen, bevor ich mich an die Arbeit mache. Inspirierende Texte können helfen, mit sich selbst besser in Kontakt zu kommen. Wir können nicht immer erwarten, dass Andere etwas für uns tun, uns retten, uns helfen, uns verstehen, uns lieb-haben, sondern wir können es uns mit einer gewissen Portion „Selbstliebe“ und „Selbstfürsorge“ selbst schenken. Dies ist gar kein Hexenwerk und gestaltet sich einfacher, als man denkt. Meist ist es das Ego, das quer schießt und uns davon abhält. Doch wenn wir es schaffen, das zu erkennen, haben wir schon sehr viel gewonnen.

Foto: Pia Forkheim

Hierzu habe ich ein paar inspirierende Ideen für Sie gesammelt.

  1. Tipp: Versäume nicht dein Leben, von Pater Anselm Grün. Er ist Mönch in der Benediktiner Abtei Münster Schwarzach. Kürzlich habe ich bei einem Besuch im Kloster Eibingen dieses Buch entdeckt. Er hat es geschrieben, um Mut zu machen und Hinzuschauen. Er wirft einen Blick darauf, was uns daran hindert, in die Gänge zu kommen, welche neuen Sichtweisen wir erlangen können, um unserem Leben wieder mehr Raum zu geben. Wenn uns zu hoch gesteckte Ziele ständig auf Trapp halten, oder unser bequemes Einnisten in Altbekanntes davon abhalten, wieder einmal neue Wege auszuprobieren und die Komfortzone zu verlassen. Natürlich ist man bei Pater Anselm Grün mit der Bibel, philosophischen und psychologischen Aussagen konfrontiert. Doch seine Bildsprache und seine Erklärungen zu Gott, der Bibel und das göttliche in uns selbst zu finden, sind immer wieder wundervoll beschrieben. Eine Passage daraus am frühen Morgen zu lesen, ist Balsam auf die Seele! Übrigens, aus diesem Buch sind auch die Texte auf den beigefügten Fotos, die ich vergangene Woche im Kurpark von Bad Nauheim gemacht habe.DTV, ISBN 978-3-423-34908-6, 9,90 €
  2. Tipp: Achtsam Sprechen – Achtsam Zuhören, von dem bekannten Zen Meister und buddhistischen Meditationslehrer, Thich Nhat Hanh. Ich habe es im Kloster Maria Laach in der Buchhandlung entdeckt, als ich mit einer Gruppe zum Bildungsurlaub dort war. Bei meinen Achtsamkeits-Walks durch die Natur mache ich immer wieder gerne Geh-Meditationen nach seinen Inspirationen. In diesem Buch erklärt er uns, wie wir mit uns selbst kommunizieren können. Er schreibt, wie wir alle nach Liebe hungern, aber doch nicht wissen, wie wir die Liebe in uns selbst erschaffen können, mit der wir uns selbst nähren können. Er stellt uns die sechs Mantras des liebevollen Sprechens vor: „Ich bin für dich da“, „Ich weiß, dass du da bist, und ich bin sehr glücklich“, „Ich weiß, dass du leidest, und darum bin ich für dich da“, „Ich leide, bitte hilf mir!“, „Das ist ein glücklicher Moment“ und zum Schluss noch „Du hast teilweise recht“. Immer wieder ein Genuss, seinen Zeilen zu folgen!Knaur.Leben, ISBN 978-3-426-87683-1, 9,99 €

Foto: Pia Forkheim

  1. Tipp: Letzte Woche fragte mich eine Freundin, kennst du den Song „Wenn ich schlafe, schlafe ich“, gefunden auf der Seite von Gerhard Schöne, den er 1983 komponiert hat? Ein Therapeut in einer Reha hatte ihr seinerzeit diesen Song empfohlen, wenn es ihr einmal nicht so gut geht. Jetzt kenne ich ihn und ich möchte zwei Textpassagen an Sie weitergeben:

Wenn ich schlafe, schlafe ich
Wenn ich aufsteh‘, steh ich auf.
Wenn ich gehe, gehe ich.
Wenn ich esse, esse ich.

Wenn ich schaffe, schaffe ich.
Wenn plane, plane ich.
Wenn ich spreche, spreche ich.
Wenn ich höre, höre ich.

Wäre es nicht manchmal einfach gut, wir täten es genau so?

  1. Tipp: Glücklich sein, heißt die Geschichte. Vielleicht hat sich Gerhard Schöne bei seinem Song davon inspirieren lassen. Doch es ist immer wieder schön, daran erinnert zu werden. Also, ausdrucken und irgendwo aufhängen, als Bildschirmschoner auf ein Foto setzen oder ein Mousepad gestalten. Auf die Bürotasse drucken, geht natürlich auch! Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.

Er sagte:
„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich …“

Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
„Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?“

Er sagte wiederum:
„Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich …“

Wieder sagten die Leute:
„Aber das tun wir doch auch!“

Er aber sagte zu ihnen:
„Nein –
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

(Ein Zen-Mönch, gefunden auf der Seite Glücksarchiv)

 

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