Gesundheit und Arbeit – Wie passt das zusammen?

Gesunde Arbeit – Gesunde Regionen

Als Business Coach mit einer ganzheitlichen, achtsamkeitsbasierten Ausrichtung interessiere ich mich sehr für das Thema Gesundheit in Unternehmen. In Vorbereitung auf meine Bildungsurlaube 2020, besuchte ich Anfang November den Fachtag der LZG e.V. (Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.. Die gesundheitliche Prävention in den Unternehmen scheint langsam zu fruchten. Immer mehr öffnen sich dem Angebot des betrieblichen Gesundheitsmanagements und deren Chancen.

Als sinnvolles Instrument, nicht nur um eine bewegte Abwechslung zu bieten, das Hirn wieder fit zu machen und psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz vorzubeugen, dient generell der Ansatz, mehr Bewegung schadet nicht! Wie wir uns selbst am Schreibtisch schnell wieder fit machen können, zeigte uns Dagmar Schlaubitz-Raab, Vorstand Dt. Physiotherapie Verband. Bluetooth Lautsprecher auf den Tisch, alle mal schnell aufstehen und los ging‘s! Das hat Spaß gemacht und brachte uns allen gleichzeitig einige neue Erkenntnisse. Viele Trainer*innen gehen heute direkt in die Unternehmen und bieten in der Mittagspause sogenannte Bewegte Treffen an. Menschen, die viel kommunizieren, in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder auf einer Palliativstation arbeiten, biete ich mit meinem IDOGO®-Achtsamkeitstraining (eine Form des Qi Gong, das mit einem 41 cm langen Holzstab ausgeführt wird), neben einer sanften Bewegung, Ruhe und Stille. Dies erhöht Belastbarkeit und Ausdauer und entspannt Körper und Psyche.

Was uns in Zukunft erwartet

Heike Ahrend, Geschäftsführerin der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), konfrontierte mit Fragen wie:

  • Womit verdienen wir 2040 unser Geld?
  • In welcher Gesellschaft leben wir 2040?
  • Wie werden wir 2040 arbeiten?
  • Wie kann der Wert der Arbeit in Zukunft gesichert werden?

Diese Fragen sind durchaus berechtigt, wenn wir uns den fortwährenden Wandel in allen Bereichen aktuell betrachten. Umfragen ergeben, dass der Wert „Arbeit“ für 82 % der Frauen und für 84 % der Männer persönlich sehr wichtig ist. Wobei bei diesem Ergebnis nicht vergessen werden darf, dass hohe Lebenshaltungskosten, Urlaub, Hobbys, Auto etc. geradezu auffordern, diesen Wert hochzuhalten. 59,6 % fordern, dass die Arbeit anspruchsvoll und kreativ sein soll. Dies fordern vor allem die Jüngeren. Von agiler und digitaler Kommunikation ist die Rede und wie wird die Zusammenarbeit im digitalisierten Unternehmen zukünftig aussehen.


 

Wer selbst checken will, wie es um seinen eigenen Arbeitsplatz bestellt ist, schaut einmal hier nach:

https://job-futuromat.iab.de/

Wenn Sie beispielsweise „Bankkaufmann*frau“ sind, erfahren Sie, dass in Zukunft rd. 88 % der Arbeiten ein Roboter übernehmen könnte.


Welche Bahnen müssen für die fortschreitende Digitalisierung in Unternehmen gelegt werden, hier ist nicht das Internet gemeint, sondern Big Data, also große Datenmengen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Schnelle Prozesse lautet das Effizienzthema der Stunde. Warum soll die Justiz ständig die gleichen Urteile neu fällen, wenn man sie per Knopfdruck einfach abrufen kann. Versicherungen, die in einer großen Anzahl immer wieder die gleichen Fälle abwickeln. Medizinische Therapien, beispielsweise in der Krebsforschung, all das wird zukünftig über Algorithmen gesteuert und ist überall auf der Welt schnell zu aktualisieren und abzurufen. Ob wir das noch erleben? Sind Sie sicher, das alles geht schneller, als Ihnen lieb ist!


Hier die Zahlen, wie sich die Gesamtzahl der Arbeitsplätze in Zukunft verändern wird:

   nicht mehr vorhandene Arbeitsplätze              neu entstandene Arbeitsplätze

            Jahr 2020      Minus 710                                         Plus 720

            Jahr 2025      Minus 1.540                                      Plus 1.510

            Jahr 2035       Minus 1.460                                      Plus 1.400


Das scheint sich erstmal die Waage zu halten, doch was geschieht mit den Menschen, die bis zum Jahr 2035, und das ist nicht mehr lange hin, ihre Arbeitsplätze verlieren? Die Zahl 1.460, im Verhältnis zu 1.400 neuen Arbeitsplätzen, hört sich nicht hoch an, doch wie viele Arbeitsplätze hängen daran? Was geschieht mit den Menschen? Wie gehen sie mit ihren Ängsten und dem Verlust um?

Heute tickt die Uhr schneller

Scrum (Methode im agilen Projektmanagement), Mikrosoft-Team (interaktive Zusammenarbeit im Team), Social Media, Telearbeit, etc. diesen Anforderungen müssen sich die Unternehmen stellen. Vielleicht denken Sie jetzt das betrifft mich nicht, doch vielleicht erreicht Sie das alles schneller als es Ihnen lieb ist. Erinnern Sie sich noch an die Mitarbeiter, die sich vor gut zwanzig Jahren der PC Arbeit verweigert haben? Sie versuchten, dem durch Kündigungen zu entfliehen. Andere landeten in sogenannten Pools in dunklen Kellern. Hier gehört es zum Mindset, dass man Menschen ab 45 nicht mehr weiterhin für unfähig hält, sondern, dass sie aus wertvollem Wissen und Erfahrungen schöpfen. Durch den Demografie Wandel und Facharbeitermangel sind die Unternehmen und die Gesellschaft dringend auf sie angewiesen. Alle können lernen, heute tickt die Uhr halt ein wenig schneller, darauf müssen sich alle einstellen. Befürchtungen und Ängsten stehen die Menschen jedoch nach wie vor gegenüber – wie sollen sie das alles schaffen? Ich sehe hier für uns Coaches eine große Welle an überforderten Menschen auf uns zurollen, die dieser Belastung einfach nicht gewachsen sind. Agilität heißt hier raus aus dem Silo, rein ins System. Gesunde Führung, wertschätzend kommunizieren, Nachhaltigkeit, Dankbarkeit und Mitgefühl sind gefragt.

Achtsamkeit hält Einzug

Zum Schluss wurden alle Teilnehmer*innen des Fachtages über den Mentimenter (ein Online Abstimmungstool, das Liveabstimmungen via Smartphone möglich macht) gebeten, Vorschläge für die nächste Telefonfortbildung 2020 der LZG abzugeben. Das erste Wort an der Wand lautete „Gefährdungsbeurteilungen“, das zweite Wort lautete „Achtsamkeit“. Die Wolke um die Achtsamkeit wurde immer dicker. Spannend oder? Da liege ich doch gar nicht so falsch mit meiner Ausrichtung und meinem Programm Lernen mit dem Körper. Am 28. Oktober 2020 werde ich ein Telefontraining zum Thema Achtsamkeit bei der LZG e.V. anbieten. Diesen Termin können Sie sich gerne schon einmal notieren. Ich werde es am gleichen Abend in meiner Coaching-Jahresgruppe noch einmal aufgreifen.

Wie Sie sich in dieses Old-School-Modell einwählen erzähle ich Ihnen rechtzeitig. Ist es nicht herrlich, im Zeitalter von Webinaren eine Telefonfortbildung einzurichten? Ich freue mich drauf!

Autorin: Pia Forkheim
Business Coach und
IDOGO®-Achtsamkeitstrainerin

Mein Motto

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